+++ Nazi-Angriff in Thum am 18.09. +++

In der Nacht von Freitag auf Samstag griffen etwa 15-20 Nazis Menschen in einem Jugendclub im Thumer Ortsteil Jahnsbach an.
Zunächst kamen sie in den Club, tranken etwas und bezahlten auch. Später begann die Gruppe, den Hitlergruß zu zeigen und rechte Parolen zu tätigen. Menschen aus dem Jugendclub wollten die Situation noch deeskalieren, als die Nazis (laut eigenen Aussagen aus Bad Schlema und Zwickau kommend) zuschlugen. Daraus entwickelte sich eine Schlägerei zwischen beiden Gruppen, bei der auch auf am Boden liegende eingetreten wurde. Dabei wurden drei der acht Anwesenden aus dem Jugendclub verletzt, ein Fascho ausgeknockt.
Den Angegriffenen gelang es, die Eingangstür zu schließen und zu verbarrikadieren, woraufhin die Nazis noch versuchten, diese einzutreten. Als das nicht gelang, beschädigten sie draußen stehende Fahrräder und ein Moped, bis die Cops eintrafen und einige der Angreifer festnahmen.

Gute Besserung den Verletzten, dem ausgeknockten Fascho nicht.

Neues Label – altes Weltbild

Ende des Jahres 2012 gründete sich die Bekleidungsmarke Herzgebirge. Seit dem erfreut sich das Label einer hohen Beliebtheit bei Menschen, die sich dem Erzgebirge verbunden fühlen. Die Marke soll somit als „Sinnbild für die Schönheit unserer Heimat“ auftreten. Doch auch wenn wir diese Heimatverbundenheit wenig abtun können, so lässt sich feststellen, dass es kaum Hinweise auf die Gesinnung der Urheber gibt. Um so wichtiger erscheint es uns hinter die Fassade zu blicken.
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Chronik rechter Aktivitäten 2019

Unsere sechste Chronik über rechte Angriffe und Aktivitäten im Erzgebirgskreis 2019 ist online.

Informiert euch und andere darüber und teilt die Chronik. Für Fragen stehen wir jederzeit zur Verfügung.

Hier geht´s zur Chronik 2019.
Unsere Einschätzung findet ihr auf Seite 9.

 

Stürmische Zeiten erfordern warme Gedanken

+++ PRESSEMITTEILUNG +++

Heute Morgen besuchten wir das Jobcenter in Annaberg-Buchholz, wo wir auf das entwürdigende System, welches auf Ausbeutung, Ausgrenzung und Leistungszwang beruht, aufmerksam machten und Flyer verteilten.

Seit dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts im letzten Jahr ist es den Jobcentern nicht mehr möglich, den Menschen um die 60% bzw. sogar den gesamten Bezug zu kürzen. Doch auch die weiterhin anwendbaren Kürzungen um 10 bis 30% sind untragbar, da die Bezüge das absolute Existenzminimum darstellen.

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Täglich grüßt das Murmeltier: Gedanken zur Elternbeschwerden gegen eine Gedenkfahrt

In der vergangenen Woche wurde über den Journalisten Tim Mönch bekannt, dass in einer erzgebirgischen Schulklasse ein beachtlicher Teil der Elternschaft über eine Gedenkfahrt sowie derer Vorbetrachtung mit dem Ziel der Verhinderung dieser beschwerte. „Mehrere Eltern“, so Mönch „kündigten wohl an, sich beim Schulamt darüber beschweren zu wollen.“ Geplant seien eine Auseinandersetzung mit dem Tagebuch von Anne Frank sowie die Fahrt in die Gedenkstätte Buchenwald. Da dieser Beitrag enorme Reichweite erfuhr möchten wir dazu Stellung beziehen.

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SoliShirt is coming!

So ihr Nasen,
eine ganze Weile hat es gedauert, immer wieder haben wir es verzögert und nun hauen wir es doch mal raus: wir präsentieren euch dieses schmucke SoliShirt.

📯 Obacht, Vorbestellung!
Da unser Geldbeutel nicht der größte ist und wir schwer abschätzen können, wie viele davon über die Theke gehen, richten wir einen Vorbestellungszeitraum ein. Das heißt, wer eins möchte schreibt uns – per Mail, Facebook oder Insta – seine Größe und bezahlt es, bevor wir drucken. Der Zeitraum endet am *05.01.2020*. Die Bezahlung kann auch in der Folgewoche noch eingehen. Sollte alles klar gehen – gibt es die Shirts dann Anfang Februar.

💸 Was kostet die Soße und wie wird bezahlen?
Der Solibetrag sollte zwischen 12 und 15 Euro liegen. Wer uns kennt, kann diesen uns gleich bar geben. Ähnliches gilt für die Übergabe. Bei Versand bedenkt bitte 2 € draufzulegen. Ansonsten greifen wir auf PayPal zurück. Der Link lautet: paypal.me/Spektrum360.

✏️ Das Motiv stammt übrigens von der wundervollen instagram.com/cutesyartstuff/
Vielen Dank dafür!

Gedenken an die Opfer der Reichspogromnacht

Am Abend des 09. November 1938 erreichte der Antisemitismus in Deutschland seinen vorläufigen „Höhepunkt“. In Annaberg-Buchholz verwüsteten die Faschist*innen mehrere jüdische Geschäfte, sowie die Synagoge in der Buchholzer Straße. Der Friedhof der „Israelitischen Religionsgemeinde“ wurde geschändet, verwüstet und am Morgen des 10. November auch die zugehörige Feierhalle gesprengt. Doch damit nicht genug – mehrere jüdische Bürger*Innen wurden von der GeStaPo verhaftet, verhört und zum Teil deportiert. Continue reading „Gedenken an die Opfer der Reichspogromnacht“

In Gedenken an Patrick Thürmer

In der Nacht zum 2.Oktober 1999 griffen mehrere Nazis ein Punkkonzert in Hohenstein-Ernstthal an. Dabei war wohl Patrick. Auf seinem Heimweg, auf der Straße zwischen Oberlungwitz und Hohenstein-Ernstthal wird der 17 jährige schwer verletzt gefunden. Die Täter kamen aus einem Kleinbus, griffen ihn mit Fußtritten, Billardqueues und einer Axt an. Sie schlugen ihn bewusstlos.
Am nächsten Morgen fand man ihn im einem Bach.
Er verstarb wenig später im Krankenhaus.

Fahrt zur Gedenkdemonstration am 3. Oktober am Bahnhof in Hohenstein-Ernstthal! Weitere Informationen gibt es beim Bündnis Chemnitz Nazifrei!

Nix gelernt..

Ein Kasseler CDU-Politiker wurde ermordet. Von einem Nazi, der der militanten Gruppe Combat 18 („Kampfgruppe Adolf Hitler“) nahestehen soll. Zeichen unserer Zeit. Die Nazi-Szene hat sich weiter radikalisiert. Sie führen Todeslisten, sind in Netzwerken organisiert und fühlen sich sicher.

Ob hinter der Tat auch ein solches Netzwerk steht, ist noch nicht sicher. Möglich wäre es, schaut man sich einige Meldungen über rechte Umtriebe in Polizei und Spezialkräften an. Zum Beispiel die Beamt*Innen, die an „Tag X“ linke Politiker*Innen entführen und erschießen wollten oder das offengelegte Netzwerk in der hessischen Polizei. Unvergessen und unaufgeklärt auch die Rolle der Behörden während der NSU-Morde, und so weiter. Continue reading „Nix gelernt..“

Urteil im Mordprozess an Christopher W.

Am 17. April 2018 ermordeten drei junge Männer mit rechtsextremer Einstellung im Alter zwischen 21 und 26 Jahren ihren angeblichen Freund, Christopher W. in Aue. Mehr als ein Jahr später ist nun das Urteil am Chemnitzer Landgericht gesprochen worden. Der Angeklagte Terenc H. wurde zu 14 Jahren, Stephan H. und Jens H. wurden zu je 11 Jahren mit Unterbringung in einer Entziehungsanstalt, nicht wegen Mordes, sondern wegen Totschlags verurteilt. Continue reading „Urteil im Mordprozess an Christopher W.“