Vereinsvorstellung in Oelsnitz – radikale Neonazis mit von der Partie

 

Am Samstag, dem 6. Mai 2017 fand in Oelsnitz eine Vorstellungsveranstaltung des Vereins „Unsere Heimat – Unsere Zukunft“ statt. Auch wenn im Vereinsregister angegeben wird, der Zweck der Gruppe sei unter anderem „Natur- und Landschaftspflege zum Erhalt unserer Heimat und Natur“ sowie „Erhaltung der erzgebirgischen Kultur“, so stellt dieser Verein doch einen weiteren Versuch dar, rechte und rassistische Positionen in der Region zu stärken und zu etablieren. Der Grund: Die Strukturen beherbergen radikale Neonazis.

Beim 1. Vereinsvorstand handelt es sich um Maik Arnold –  Continue reading „Vereinsvorstellung in Oelsnitz – radikale Neonazis mit von der Partie“

party in the hood

Endlich! Die Jugendclubtour des Reich&Schoen Kollektivs macht Halt in Annaberg-Buchholz. In Zusammenarbeit mit dem Filmkulturtreffpunkt Neues Konsulat wollen wir an diesem Abend kräftig feiern und frischen Wind ins Erzgebirge bringen.

Euch erwartet folgendes:

ca. 18 Uhr – Workshop [Kapitalismus-Planspiel]

[Evtl. noch ein weiterer Workshop]

ca. 20 Uhr – Küfa [Küche für alle, bis alles alle ist!]

ca. 21 Uhr – WRACKSPURTS [All-Girl Grunge aus Leipzig]

ca. 22 Uhr – Musik zum däncen aus der Konserve.

Also wenn das nichts ist?! Abseits von erzgebirigscher Tristesse, Alltagsrassmus im Jugendclub von Nebenan oder überteuerten Dissen feiern wir einen stabilen Abriss. Rein kommen könnt ihr gegen eine Spende. Ganz nebenbei feiern wir noch unsere Neugründung und hoffen, dass ihr alle Bock habt, mit uns, dem neuen Konsulat und dem Reich&Schön Kollektiv nen feinen Abend zu genießen. Oder begießen? Egal.. Sagt’s also weiter und kommt rum!

Neustrukturierung – Spektrum 360

Die ‚Antifaschistische Aktion Erzgebirge‘ digitiert zu ‚Spektrum 360‘.

Hiermit geben wir bekannt, uns nach 4 Jahren als Antifa-Gruppe im Erzgebirge umzubenennen. Nein, das ist keine direkte Auflösung. Vielmehr handelt es sich um eine Neustrukturierung und Umorientierung, deren wichtigsten Grund ihr jetzt erfahren werdet.

Wir werden gleich mal konkret. Der Grund für die Neustrukturierung ist die Tatsache, dass „Antifa“ für uns kein zeitgemäßes Konzept mehr darstellt. Klar, Antifaschismus ist bitter notwendig, keine Frage. Allerdings stellten wir uns oft die Frage, wie wir im konservativ geprägten Erzgebirge linke und linksradikale Inhalte an die Menschen bringen können, wenn diese allein mit unserem Namen Gewalt und Hass assoziieren. Kritik von “der Antifa“ wird mundtot gemacht oder gleich ignoriert. „Ihr seid nicht besser als die Nazis!“, „Ihr schlagt doch eh alles klein, warum mit euch reden?“ Es ist nun mal so, dass der Begriff „Antifa“, vor allem in ländlichen Gebieten, mittlerweile durch zahllose Ereignisse negativ besetzt ist.
Auf diese Weiße ist kein öffentlicher Diskurs möglich.

Hinzu kommt für uns das bestehende Problem der Anonymisierung und Abschottung durch pure Antifa-Arbeit. Wir aber möchten offen sein für die, die sich organisieren wollen und für die, welche von Repression, sozialer Ungerechtigkeit, Leistungszwang, Verdrängung, etc. betroffen sind. Wir möchten gemeinsam kämpfen und solidarisch miteinander umgehen.

Ein letzter Punkt ist Kritik an uns selbst. Zu sehr haben wir uns an rechten Mobilisierungen orientiert und Feuerwehrpolitik betrieben, zu sehr haben wir uns oft nur mit Antifaschismus auseinandergesetzt und ebenfalls wichtige Themen hinten an gestellt und zu sehr die Symptome anstatt der Ursachen bekämpft. Das möchten wir in Zukunft gern etwas anders angehen. Doch dazu bald mehr. Selbstverständlich lassen wir die Nazis nicht in Ruhe und werden unter anderem auch unsere Chronik über rechte Angriffe und Aktivitäten weiterführen.

Kurz: Wir möchten versuchen, auf anderen Wegen unsere Inhalte und das, woran wir glauben, zu vertreten, zu erkämpfen und zu etablieren.

In den nächsten Wochen arbeiten wir an eigenem Material und einer neuen Webpräsenz. Seid also etwas gespannt, nachsichtig und macht mobil.

Spektrum 36o, im April 2017